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Die Adler fliegen wieder! Wir haben deshalb in uralten Skisprung-Archiven gestöbert und alles herausgefunden, was man über den Sport wissen sollte. Oder auch nicht.

 

  

1809...
Der erste Skispringer war tapfer. Ein Krieger. Ein Mann ohne Furcht: Olaf Rye, Offizier in der dänischen und norwegischen Armee, sprang 1809 die unglaubliche Weite von 9,5 Metern. Vor den Augen seiner begeisterten Fans, die, man höre und staune, allesamt Soldaten waren. 1849 starb er in der Schlacht von Frederica (Schleswig Holstein vs. Dänemark, das glücklichere Ende hatten die Dänen) als Kriegsheld. Zuvor rettete er angeblich mehr als 600 Menschenleben. Wahrlich heroisch…
 
 
 
239...
Die neuneinhalb Meter von Rye hupften Gregor Schlierenzauer und Co. mit hoher Wahrscheinlichkeit schon in Windeln. Mittlerweile sind den Weitenjägern auf Skiern nämlich Flügel gewachsen. Der absolute Rekord liegt bei stolzen 239 Metern. Aufgestellt wurde er 2005 vom Norweger Björn Einar Romoeren in Planica. Der Finne Janne Ahonen flog im gleichen Wettbewerb sogar einen Meter weiter – und landete auf dem Allerwertesten, wodurch der Versuch ungültig war.
 
 
 
73,5...
Die persönliche Bestweite des größten Rockstars der Skisprunggeschichte: Michael Edwards, besser bekannt als „Eddy the Eagle“. Der gelernte Stuckateur (Bauhandwerker) hatte eines Tages genug von seinem Job (muss wohl irgendwann Anfang der 80er gewesen sein) und beschloss, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Da er als Volleyballer, Pferdesportler und Judo-Kämpfer kläglich versagte, suchte er sich eine Sportart ohne nationale Konkurrenz. Da Skispringen bei den Briten einen ähnlichen Bekanntheitsgrad wie Extrembügeln genießt, entschloss er sich für diese Sportart. Eddy the Eagle wurde in seiner Karriere so gut wie immer Letzter, war aber trotzdem so bekannt wie die erfolgreichsten Springer seiner Zeit. Sein größtes Problem war wohl der BMI (Body-Mass-Index): Edwards wog in seiner aktiven Zeit bei einer Größe von 1.65 an die 82 Kilo. Ein Schwergewicht in der Welt der Federn…
 
 
 
120…

Zur näheren Erläuterung wurde der folgende Text aus dem Onlinelexikon Wikipedia.org geklaut, da der Autor selbst noch immer mit Unverständnis kämpft: Die Weitennote errechnet sich aus dem K-Punkt der Schanze und der gemessenen Weite. Für einen Sprung genau auf den K-Punkt werden 60 Weitenpunkte (bei Flugschanzen 120) vergeben. Für jeden Meter über oder unterhalb des K-Punkts werden abhängig von der Schanzengröße Weitenpunkte addiert oder subtrahiert. Bei Großschanzen, die am häufigsten im Weltcup vertreten sind, sind dies 1,8 Punkte pro Meter. Daraus ergibt sich die Gesamtpunktzahl für die gesprungene Wei


Beispiel zur Berechnung der Gesamtnote: (Schanze: K120, Meterwert: 1,8 Punkte/m)

Verstanden?
 
 
 
20...
Beim Skispringen wird nicht nur die Weite, sondern auch die stilistische Ausführung des Sprungs bewertet. 20 ist die Höchstnote und wird nur in den seltensten Fällen von mehreren Punktrichtern (Fünf an der Zahl) hergegeben. Alle fünf Zwanziger bekamen nur die Herren Innauer (1976), Funaki (1998), Myahira, Hannawald (beide 2003) und Loitzl (bei seinem Tourneesieg 2009 in Bischofshofen). Vor allem auf den sogenannten Telemark (einzig gültige Landung, sonst gibt es Abzüge) wird besonders genau geachtet. Bei der richtigen Ausführung wird gerne und allzu oft mit Erfolg geschummelt. Sonst wär’s ja langweilig…
 
 
 
 27...

Bei so vielen Bewerben wird in der Weltcup-Saison 2009/10 geflogen, gehüpft und gesprungen (Olympia ausgenommen). Der Favorit auf den Gesamtsieg: Natürlich Gregor Schlierenzauer aka „Schlieri“. Der 19-Jährige ist Titelverteidiger und hat seinen Zenit noch lange nicht erreicht. Seine schärfsten Konkurrenten: Thomas „Morgi“ Morgenstern, Oldie Janne Ahonen (nach einer Saison Pause wieder hungrig nach Siegen), der sympathische Pole mit dem Schnauzbart, Adam Malysz oder der Schweizer Simon Ammann… Die Liste der Jäger ist lang.

 

 

 

 

 

 




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