ML_RBUSD_120206_M9C1979 Juror Stefan Gimpl (li.) gratuliert dem Sieger Wojtek Pawlusiak. Foto: Marcel Lämmerhirt

Am Big Air ist er ein Großmeister. Rails und Tables überlässt er lieber anderen: Red Bull Upside Down-Judge Stefan Gimpl im Interview.

Das erste Red Bull Upside Down ist Geschichte. Wie sieht dein Resümee aus?
Einfach cool. Die Location ist halt ziemlich einzigartig, vor allem die Lichter am Ars Electronica, die den Herzschlag der Rider angezeigt haben. Das hat den Contest noch spannender gemacht. Das Publikum hat außerdem eine tolle Stimmung erzeugt. Das liegt aber daran, dass die Snowboarder so Gas gegeben haben.

Du hattest als Judge die schwierige Aufgabe, die Läufer zu bewerten.
In der Quali war immer etwas los – meistens waren an die drei Leute am Kurs. Da ist es schon schwierig, den Überblick zu behalten. Wir haben das meiner Meinung nach aber ganz gut gemacht.

Nach welchen Kriterien hast du bewertet?
Ich habe hauptsächlich auf den Gesamteindruck geschaut. Wie passt der Fluss, wie sauber sind die Läufe? Die anderen Judges sind mehr ins Detail gegangen, haben Geschwindigkeit und Ausführung benotet.

Hat dich nicht die Lust gepackt, selber mitzufahren?
Gereizt schon, aber ich kann das leider nicht. Den Step Up hätte ich gerne probiert. Hat superschnell ausgeschaut, wenn die Rider an der Winch zur Quarterpipe raufgeschossen sind – die hatten sicher an die 60 bis 70 km/h drauf.

Hat die Winch das Potential, bei mehreren Wettbewerben eingesetzt zu werden?
Bei solchen Contests? Auf alle Fälle. Man braucht halt ziemlich viel Training und muss aufpassen, dass sich die Schnur beim Loslassen nicht am Board verheddert. Aber das Ding scheint Spaß zu machen.

Was sagst du zum Sieger Wojtek Pawlusiak?
Beim Kingstrail hat er einen sehenswerten Boardslide hingelegt. Er hat die höchste Schwierigkeit durchgezogen und ist generell sehr sauber gefahren. Gratulation. Der Sieg ist verdient.

Und jetzt geht´s zur After-Show-Party, oder?
Nein, ich muss leider schon wieder nach Leogang heimfahren, weil ich morgen selber Snowboarden und Shooten gehe. Hoffentlich haben wir gutes Wetter.

Du hast in der vergangenen Saison den Big-Air-Gesamtsieg im FIS-Weltcup geholt. Sehen wir dich nächstes Jahr wieder?
Schau mer mal. Wenn es gut läuft und ich Fortschritte mache, kann es durchaus sein, dass ich wieder dabei bin.
 


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