Der Wiener Skateboarder und Fotograf Philipp Schuster über Red Bull Manny Mania, sein eigenes Magazin Trottoir und warum er Pokern nicht mag.
Auf welchen Spots warst du mit den Jungs von Melange fürs neue Video unterwegs, welche davon waren neu für dich?
Ich bin jeden Tag mit Ben und Sebi (die Betreiber von melangeskateboarding.at) unterwegs, um in Wien streetskaten zu gehen. Es ist immer eine Videokamera dabei und so kommt über die Monate schon einiges an Material zusammen. Neu waren eigentlich nur die Spots in San Francisco und Los Angeles, wo ich auch einige Sachen für diesen Videopart gefilmt habe. Die Spots in Wien kannte ich alle schon vorher. In Wien ist es vielmehr die Schwierigkeit, zu gegebener Zeit auch den passenden Spot im Kopf zu haben.
Deine Eindrücke des Manny Mania Finales in Wien?
Ich war sehr vom Niveau überrascht, das ich beim Finale auf dem Wiener Riesenradplatz zu sehen bekommen habe. Es war eine sehr spannende und vielfältige Contestserie, die – wie ich hoffe – im nächsten Jahr fortgesetzt wird.
Wohin geht deine nächste Reise?
Ich werde den Juli noch dazu nutzen, mit meinen Freunden die nähere Umgebung unsicher zu machen. Vielleicht fahren wir nach Graz und Maribor. Vom 5. bis 8. August fahre ich nach Basel zur Europameisterschaft, dann nach Hamburg und wieder eine Woche später fliege ich zum Red Bull Manny Mania Pro Finale nach New York.
Kannst du ein bisschen über deine Tasks und die Zeiteinteilung bei der Produktion deines Skateboard-Magazins Trottoir erzählen?
Anfang ging es da noch drunter und drüber, mittlerweile habe ich aber meine Arbeit anständig strukturiert und professionalisiert. Grundsätzlich sammle ich ständig Themen, Ideen und auch Inputs von außen, die ich eine Zeit lang ohne bestimmte Vorliebe bearbeite. Nach einiger Zeit kristallisiert sich heraus, was bis zur nächsten Deadline fertig wird und so habe ich dann meinen Content für die aktuelle Ausgabe zusammen und gleichzeitig den für die nächsten Hefte in Vorbereitung. Nachdem ich ja nur vier Ausgaben im Jahr mache, kann ich immer selektieren und komme nie in Verlegenheit, mir eine Story aus den Fingern saugen zu müssen. Das Ganze läuft zur Zeit sehr gut und entspannt – es ist eine Arbeit die mir große Freude bereitet, obwohl es schon viel Mühe macht, so ein Projekt ganz allein zu schupfen.
Gefällt dir die österreichische Folkband A Life, A Song, A Cigarette und wenn ja, was?
A Life, A Song, A Cigarette war die erste Band die ich im Auftrag von Red Bull fotografieren durfte. Das war auf dem Red Bull Tourbuskonzert auf dem Karlsplatz vor etwa einem Jahr. Ich war zwar sehr vertieft in meine Arbeit, mir hat aber ihr Warm-Up-Auftritt besser gefallen, als der Mainact von Tomte.
Bist du eigentlich auch vom Pokerfieber befallen?
Oh nein! Meine Freundin meint immer, ich sei zu ehrlich für dieses Spiel. Ich muss jedes Mal nach wenigen Runden die Hosen runterlassen. Ich bin auch niemand, der um Geld spielt.
© Rutger Pauw / Red Bull Photofiles
Kommentare
Einen Kommentar hinzufügen