despres-loeb Foto: Samo Vidic Red Bull Photofiles

Cyril Despres fährt lieber nach Kitzbühel, anstatt sich endlich mal auszuschlafen. Uns hat der Rallye-Champ erzählt, warum er auf der Streif vom Gas geht und wie er sich in Österreich die Nächte um die Ohren schlägt.

Cyril, du hast die Rallye Dakar am Motorrad gewonnen. Kannst du eigentlich auch Skifahren?
Eigentlich gehe ich lieber Skitouren. Ich mache das ganz gerne bei mir zuhause in Andorra um Kondition zu trainieren. Richtige Abfahrten zu absolvieren ist da schon ganz was anderes, da ist für mich zu viel Risiko dabei.

Würde dich die Streif nicht reizen?
Mein Freund Luc Alphand hat gesagt, er will mir die Streif morgen vor dem Rennen zeigen. Vielleicht werde ich ja die Chance nutzen, um mit einem Champion wie ihm ein paar Schwünge zu machen. Dabei wird es aber nur um das Erlebnis gehen. Ich werde sicher nicht schnell fahren.

Wem hältst du bei der Hahnenkamm-Abfahrt die Daumen?
Letztes Jahr habe ich Didier Cuche hier getroffen. Das war eine große Ehre für mich. Ich habe ihm auch heute zugesehen und wünsche ihm für die Abfahrt alles Gute.

Du hast einige harte Wochen hinter dir. Wie schaffst du es, nach einem 9.000-Kilometer-Rennen wieder zur Ruhe zu kommen?
Na ja, (lacht) ich habe seit der Dakar ganze fünf Stunden daheim verbracht. Vier davon habe ich geschlafen und in der fünften habe ich gepackt, um hierher nach Kitzbühel zu kommen. Ich werde später noch genug Zeit haben um zu relaxen. Jetzt will ich den Erfolg einfach mal genießen.

Hattest du bei der Dakar einen gefährlichen Moment?
Ehrlich, das Team hat eine tolle Vorbereitung gemacht. Und ich habe auch versucht, keine großen Risiken einzugehen. Ich habe versucht, jeden Tag kontrolliert zu fahren.

Sollte man die Rallye Dakar 2011 wieder in Afrika austragen?
Ich würde sagen meine Präferenzen sind 50:50. Ich habe die Dakar in Südamerika wirklich genossen. Die Strecke war lang und hart. Wir hatten eine Menge Dünen und viele Berge. Kurz: Es gab viele Gelegenheiten, das Rennen zu verlieren. Es war eben eine richtige Dakar. Aber ich liebe Afrika genauso. Die Frage ist schwer zu beantworten.

Wo wirst du dir heute und morgen die Nächte um die Ohren schlagen?
Ich werde mit den französischen Athleten, die auch hier sind, um die Häuser ziehen. Sie haben mir gesagt, dass sie einige sehr gute Plätze zum Feiern kennen. Ich werde einfach auf sie hören, das wird sicher toll.


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