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Alpin-Gesamtweltcupverteidiger Sigi Grabner ist gerade aus Colorado zurück und hat einiges zu erzählen. Von der flotten Lindsey, dem frühlingshaften Limone und firniger Luft.


Hi Leute,


Hier bin ich wieder, frisch zurück aus Colorado. Die Reise war super, obwohl mit acht Tagen etwas kurz bemessen. Dafür war aber mein Timing optimal, denn während meiner Trainingswoche in Copper Mountain hat es in Österreich nur geregnet.

Der Schnee in den Rockies war exzellent, eine Mischung aus Kunst- und Naturschnee auf einer Seehöhe von 3.000 bis 3.700 Metern. Da hat’s schon recht dünne Luft. Unter der Woche war relativ wenig los, nur am Wochenende kamen die ganzen Cowboys aus Denver mit ihren Familien zum Skifahren. Eine gute Gelegenheit, beim freien Fahren die Piste unsicher zu machen.

Ich hatte die großzügige Chance, auf den Strecken des Schweizer Skiverbandes und des US-Teams mitzusneaken. Generell war trainingsmäßig recht viel los dort oben. Copper Mountain wird von zahlreichen Jugendteams, von Südamerikanern und Japanern genutzt; außerdem trifft man dort um die 50% der Snowboard-Weltcupfahrer.

Aber auch Lindsey Vonn habe ich dort gesehen. Sie war zum Super-G-Training dort und extrem schnell unterwegs, weswegen ich keine Gelegenheit hatte, mit ihr zu plaudern. Aber wenn sie auf der Piste so flott ist, wie sie nach dem Training wieder weg war, dann wird sie heuer eine hervorragende Saison haben.

Auch Denver habe ich einen Tag lang genossen, gemeinsam mit meinen SG-Stallkollegen Dejan Kosir und Nevin Galmarini, der dort eine „leibliche Bekannte“ hat. Es war cool, mit den Jungs in den Rockies unterwegs zu sein und ich kann nur sagen: Wir haben uns weggecarvt.

Am nächsten Sonntag bin ich Weltcup-mäßig wieder im Einsatz. Hoffe ich zumindest, denn ich habe grad mit meinem Trainer telefoniert und der meinte, in Limone (Piemont) hat es keinen Schnee und 15°C. Aber das war in der Saison 08/09 auch so: Kein Schnee und dann plötzlich: Bammm! Das Rennen ging in die Geschichte als Schneetreibjagd ein. Also haltet die Daumen für einen Kälteeinbruch.

Ich fühle mich nun super vorbereitet, wenn man bedenkt, dass ich vor dem Rennen im holländischen Landgraf nur drei Tage im Schnee war. Dafür war ich ausgiebig im Leistungs- und Diagnostikzentrum Thalgau, dem ich noch ein paar Besuche abstatten will. Denn ich möchte meinen Konditionshöhepunkt eher später in der Saison wissen, sonst geht mir zu früh die Luft aus.

Doch jetzt kommt erstmal Laune auf, denn der Winter lacht von den Bergen.

Euer Sigi
 

 


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