F4U-4 Corsair Red Bull

Ihre Erscheinung war imposant und Furcht einflößend. Ihre Einsatzgebiete waren vielseitig – vom Flugzeugträger über Infanterie-Unterstützung bis hin zu Nachteinsätzen. 

Die Knickflügel waren es, welche die F4U-4 Corsair bereits von weitem enttarnten. Kam sie näher, fielen ihre pfeifenden, durch die Kühler verursachten Fluggeräusche auf, die der Corsair zum Spitznamen "„Whispering Death“" verhalfen. Die F4U-4 wurde als Jagdbomber mit den primären Zielen minimaler Luftwiderstand und maximale Geschwindigkeit entwickelt. Daher wundert es nicht, dass in diesem Flugzeug der stärkste in den 40er Jahren verfügbare Motor und ein Vier-Meter-Propeller zu finden sind.

Die Corsair war aufgrund des enormen Drehmoments des Motors nicht einfach zu fliegen. Trotzdem war sie ihrer Zeit so weit voraus, dass sie nicht nur länger als alle anderen amerikanischen Kampfflugzeuge produziert wurde (12 Jahre), sondern auch noch im Koreakrieg erfolgreich eingesetzt wurde. Als einzigem Propellerflugzeug gelang es einer F4U-4 1952, eine MiG-15 zu erlegen.

Matthias Dolderer pilotiert normalerweise beim Red Bull Air Race eine Edge 540, die nicht unbedingt als schwachbrüstig bekannt ist. Trotzdem zeigt sich der Deutsche von der brachialen Leistung der Corsair beeindruckt. Bei der AirPower09 darf Dolderer die F4U-4 der Flying Bulls vorführen.


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