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Alpin-Snowboarder Benjamin Karl geht beim Red Bull Dolomitenmann fürs Team „Wings for Life“ an den Start. Im Interview spricht er über seine Playlist auf dem iPod, den Jamaika-Urlaub mit Freundin Nina und den Sprung in die nächste Saison.

 
Erzähl uns von deinen Vorbereitungen auf die neue Snowboard-Saison.
Ich bin einer, der ein bissi allergisch ist auf Kraftkammern und Fitness-Maschinen. Ich probiere immer, in der Natur meinen Weg zu gehen, ob’s jetzt Mountainbiking ist oder ein Baum, an dem ich mich hochziehe. Slacklining zum Beispiel ist ja auch etwas, das als Trendsportart bezeichnet werden kann, das habe ich mittlerweile echt ganz gut im Griff. Bei mir daheim habe ich eine Line mit 25m Länge aufgespannt, auf der ich fast täglich balanciere. Das alleine ist schon ein sehr gutes Training fürs Snowboarden.
 
Warst du dieses Jahr auch wieder länger mit dem Bike unterwegs?
Nein, aber ich war eine Woche in Jamaika, das war ein relativ entspannter Urlaub mit der Freundin, sonst gab’s eher nur Kurzausflüge. Ich war zum Beispiel bei uns in den Dolomiten unterwegs und hab dort an der Südtiroler Grenze eine Super-Runde mit dem Radl gedreht.
 
War der Jamaika-Urlaub eigentlich die Hochzeitsreise?
Nein, weder Hochzeits-, noch Verlobungsreise, sondern einfach der erste gemeinsame Urlaub mit Nina. Wir sind also noch nicht verheiratet, obwohl das die Presse ganz gern gesehen hätte und dabei eine Ente in Umlauf gesetzt hat...
 
Wo genau wart ihr in Jamaika?
Im Half Moon Resort in Montego Bay.
 
Bist du zur Zeit eher im niederösterreichischen Wilhelmsburg anzutreffen oder in Osttirol?
Zur Zeit mehr in Lienz, weil dort meine Freundin wohnt und weil es mir dort ehrlich gesagt besser gefällt – ich versuche mir dort meinen Lebensmittelpunkt zu schaffen.
 
Welche Tracks laufen derzeit auf deinem iPod?
Kommt auf meine Stimmungslage an. Ich höre gern Reggae – besonders Gentleman und Patrice. Und ich habe gerade mit den Interpreten der Lienzer Reggae-Band Iriepathie neue Freunde gefunden.
 
Du bist ja auch bekennender Austropop-Fan, stimmt’s?
Am meisten gefallen mir die Austria 3 (Wolfgang Ambros, Georg Danzer (†) und Rainhard Fendrich; Anm.). Wenn man so viel im Ausland unterwegs ist wie ich, dann ist das schon ein angenehmer Bezugspunkt zu Österreich. Die Musik gibt mir eine Erdung, wenn ich lange weg bin.
 
Deine erste Station im heurigen Weltcup?
Das Indoor-Rennen am 10. Oktober in Landgraaf, Holland, wo ich in den letzten beiden Jahren gewonnen habe. Ich werde natürlich schauen, dass ich dort auch heuer wieder ganz oben am Stockerl stehe.
 
Auf welche Austragungsorte freust du dich heuer besonders?
Ich mache meine Lieblings-Austragungsorte gern davon abhängig, wo die strategisch wichtigsten Rennen der Saison stattfinden: Das ist ab 20. Jänner 2011 die WM in La Molina, Spanien.
 
Alpin-Snowboarder Benjamin Karl (25), Weltmeister, Gesamtweltcup-Sieger und Olympia-Zweiter in Vancouver, startet beim Red Bull Dolomitenmann am 11. September in seiner Wahl-Heimat Lienz im Team „Wings for Life“ mit dem Moutainbike. Seine Teampartner: Biathlet Daniel Mesotitsch (Silber bei Olympia in Vancouver 2010) als Bergläufer, Heli Eichholzer mit dem Paraglider und der Slowene Neja Znidarcic mit dem Kajak.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 


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