Alpin-Snowboarder Benjamin Karl bloggt nach seiner gerissenen Siegesserie in Moskau über Hundertstel-Entscheidungen und ungewohnte Linienwahl. Der Niederösterreicher musste sich nach fünf Triumphen in Folge im Viertelfinale dem Schweizer Simon Schoch geschlagen geben und belegte am Ende Rang 5. Teamkollege Sigi Grabner wurde vor Karl Vierter.
Russland war wirklich eine Reise wert. Der Parallel-Slalom in Moskau war perfekt organisiert und die Atmosphäre bei einem Nachtslalom ist sowieso immer wieder etwas Besonderes. Die vielen Zuschauer und perfekte Pistenverhältnisse machten das Rennen zum Genuss.
Für mich war es jedoch von Anfang an ein recht schweres Rennen. Der Kurs war eher drehend gesetzt und durch die leichten Wannen musste man dann auch noch etwas von den Toren wegbleiben. Der Schnee war sehr griffig, was total geil zum Fahren war – nur kam das meiner aggressiven Fahrtechnik nicht entgegen. Ich bin deshalb eine für mich ungewohnte Linie gefahren, um bei den Besten dabei zu sein. Das ist mir im Finale auch sehr gut gelungen und darauf bin ich stolz.
Im Viertelfinale musste ich mich um ein Hundertstel dem Schweizer Simon Schoch geschlagen geben. Aber kein Grund zur Traurigkeit. Ich hab alles getan, um auch in Moskau wieder ganz oben zu stehen und um einen Hauch hat es nicht geklappt. Überhaupt gab es heute bei dem sehr kurzen Kurs von rund 19 Sekunden sehr viele Hundertstel-Entscheidungen und man konnte wieder sehen, wie dünn die Luft ganz oben sein kann.
Vielen Dank fürs Daumen drücken!!!!
Kommendes Wochenende sind in Radstadt die Österreichischen Meisterschaften, wo ich am Sonntag an den Start gehen werde, bevor es am 19. März in Valmalenco (ITA) wieder mit dem Weltcup weitergeht.
Liebe Grüße und bis bald, Benny
Resultat Parallel-Slalom in Moskau:
1. FISCHNALLER Roland ITA
2. MARGUC Rok SLO
3. SCHOCH Simon SUI
4. GRABNER Siegfried AUT
5. KARL Benjamin
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