Trevor Jackson © Red Bull Photofiles / Ritchie Hopson

Trevor Jackson ist der Kopf hinter Playgroup und Underdog. Ganz nebenbei entwarf der Brite die schönsten Plattencover der letzten 20 Jahre. Hier erklärt er seine fünf größten Meisterwerke.

Trevor Jackson hat schon viele Seiten des Music-Business erlebt und dabei eines gelernt: stur zu bleiben und alles so zu machen, wie es ihm passt. Deshalb kommt während seiner Red Bull Music Academy-Lecture in London die Phrase “Then i was really pissed off!” sehr oft vor.
 
Seine ersten Produktionen als Underdog führten ihn zum Remix von Massive Attacks “Pretection”: düstere Hip Hop-Beats mit obskuren Krautrock-Samples, lange bevor Portishead "Dummy" veröffentlichten oder Journalisten den Begriff "Trip-Hop" erfanden (siehe Video). Mit Playgroup brachte er den Vibe der Achtziger auf den Punkt. Disco, Rock, Punk, Reggae und Pop: alles verschmolz wie selbstverständlich und war damit der Zeit um zehn Jahre voraus.

     
 
Sein Label Output sollte eine Spielwiese für Musik, “die niemand veröffentlichen und wahrscheinlich auch niemand hören wollte” sein. Jackson hatte aber immer den richtigen Riecher. Tracks wie “Loosing my Edge” von LCD Soundsystem oder “House of Jealous Lovers” von The Rapture definierten die Rockmusik und Tanzflächen des letzen Jahrzehnts. Kein Grund für ihn, die Kasse klingeln zu lassen. Er löste Output 2005 auf.
 
Trevor Jackson ist aber nicht nur als Producer ein bunter Vogel – seine Grafiken schmücken eine unüberschaubare Menge von Platten. Hier ein kleiner Streifzug durch die schönsten Plattencover von Trevor Jackson:

 

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S-Express - Theme to S-Express (1988)
S-Express war einer der ersten Cover die ich gemacht hab. Es war so, dass ich die Promo hatte und Mark Moore von S-Express beim Auflegen angesprochen hab, ob ich nicht das Cover machen kann. Ihm hat mein Portfolio gefallen und dann hab ich dieses Cover gestaltet. Technisch war das damals noch sehr kompliziert, weil ich keinen Computer und kein Photoshop hatte.

Soulwax - Any Minute Now (2004)
Mir gefallen die meisten Werbe-Kampagnen für Musik nicht. Hier war die Idee, etwas Einzigartiges zu machen. Das Layout mit den Mustern, die man erst beim zweiten Hinschauen erkennt, ist eines meiner Lieblings-Designs. Es war komischerweise sehr schwer, die Band davon zu überzeugen. Am Ende waren aber alle glücklich.

 

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Playgroup - DJ Kicks (2002)
Ich will eigentlich nie mit meinem Gesicht am Cover sein. Das Konzept der DJ-Kicks-Serie sieht aber vor: der Künstler muss am Cover sein. Deshalb hab ich mich ein wenig versteckt und die Artists im Mix an die Wand geschrieben. Das war eine einfache Papierwand und jemand hat alle Namen draufgekritzelt.
 
The Rapture - Echoes (2003)
Mit The Rapture hatte ich ja schon lange wegen Output Records gearbeitet. Als sie dann das Album bei einem Major-Label veröffentlichten, baten sie mich, das Cover zu machen. Das Foto, das sie mir da schickten, war furchtbar. Ich habe es deswegen manipuliert und noch das Beste rausgeholt, was ging.

 Mehr Videos, Blogs und alle News der Red Bull Music Academy in London gibt es auf www.redbullmusicacademy.com/london/home


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