Awolnation hat Madonna nie getroffen, obwohl sie ihm den ersten Plattenvertrag verschaffte. Egal. Denn heute teilt er sich die Bühne mit den Größten des Indie-Rock.
Die letzten zwei Wochen im Leben von awol waren aufregend, aufregender als die gesamte Kar-riere vieler Musikerkollegen. Mit seinen Jugendidolen Weezer hat er eine Open-Air-Show in Brookyln gespielt. Vor ihm ein Meer an Menschen, hinter ihm die Skyline von Manhattan.
Bei der VIP-Präsentation von M.I.A.s neuem Album war er als DJ engagiert. Er hat ein ausverkauftes Konzert in seiner Heimatstadt Los Angeles gegeben, seine Europa-Premiere in London absolviert und sich in Chicago die Bühne mit MGMT geteilt, der momentan hipsten Indie-Band der Welt. Dazwischen liegen Flughäfen, Hotelzimmer und etliche Interviews. Stressig, sagt awol. Doch für ihn ist es der schönste Stress der Welt.
Vor gerade einmal zwei Jahren hat der Kalifornier sein Soloprojekt awolnation gestartet. Ein Befreiungsschlag für den Sänger. Endlich keine Kompromisse mehr, endlich den eigenen Weg gehen. „In den beiden Bands davor gab’s oft endlose Diskussionen: Das geht so nicht, jenes können wir so nicht machen. Diese Handschellen habe ich nun abgelegt. Awolnation ist zu hundert Prozent meine Vision.“ Die zwei Bands davor hießen Home Town Hero und Under the Influence of Giants. Beide erfolgreich, beide hatten Verträge mit großen Plattenfirmen, erstere sogar mit Maverick Records, dem Label von Madonna. „Nein, ich habe sie leider nie persönlich getroffen“, sagt awol. „Dabei hatte es uns der Typ bei der Vertragsunterzeichnung eigentlich versprochen.“
Der ganz große Durchbruch aber blieb aus. Vor zwei Jahren stand awol dann vor der Entscheidung: Weiter Musik machen? Oder doch besser Anwalt werden? „Gut, dafür wär’s vermutlich zu spät gewesen“, sagt er lächelnd. „Gerade in dieser Zeit habe ich dann aber die besten Songs meines Lebens geschrieben.“
Die ganze Geschichte lesen Sie in der September-Ausgabe des Red Bulletin.
Back from Earth

Kommentare
Einen Kommentar hinzufügen