Breakdance meets Klassik, die Flying Steps treffen auf Johann Sebastian Bach: Im Rahmen einer einzigartigen Konzertreihe tanzen die Breakdancer zu den Klängen der Hochkultur.
Dirigent und Regisseur Christoph Hagel, Schöpfer legendärer Cross Over Projekte, bringt mit „Red Bull Flying Bach“ zwei faszinierende Welten zusammen: Bachs grandiose, unvergängliche Musik und den explosiven, kraftvollen Tanzstil der B-Boy Crew Flying Steps..
Bachs Wohltemperiertes Klavier (geschrieben 1722 bis 1744) gilt als Fundament der klassischen Musik. Erstmalig werden in kurzen Szenen (Präludien und Fugen) alle vorstellbaren Stimmungen, Tanzstile und Fugentechniken gegeneinander gestellt: ein reiches Feld für die kreativen Köpfe der Flying Steps. Die Stücke werden im Wechsel von einem Konzertflügel und einem Cembalo vorgetragen. Des Weiteren werden musikalisch verfremdete Bach Sequenzen des Musikproduktionsteams Feeling Valencia präsentiert.
Zwei künstlerische Welten prallen aufeinander. Mit den berühmten Arpeggien des C-Dur-Präludiums aus dem Wohltemperierten Klavier erwacht der Raum. Erste Bewegungen der Tänzer zur aufsteigenden C-Dur-Fuge. Dann hämmert der Flügel das c-moll- Präludium in die Fluchten aus Stahl und Glas, die Flying Steps kontern mit harten Beats. Das Spiel der Tänzer und Tasten ist eröffnet: ein Bach-Battle in 12 Clips. B-Boying, Hip Hop, New Style, Soul Lock, House - die Stile des Urban Dance elektrisieren den Kontrapunkt Bachs, dessen geniale Fugen von den Steps mit ihren Waves und Breaks exakt ins Visuelle übersetzt werden.
Die B-Boy Crew Flying Steps wurde 1993 gegründet und hat sich auf die urbanen Tanzstile spezialisiert. Die vierfachen Weltmeister zählen zu den erfolgreichsten Urban Dance Crews weltweit, sie haben bereits mehrfach für das Goethe Institut in Tokyo, Kairo und Shanghai performt. Bei „Red Bull Flying Bach“ werden die Flying Steps von der japanischen Tänzerin Yui Kawaguchi (Contemporary), sowie von Nadia Espiritu (Dramaturgie) unterstützt.
Der Dirigent und Regisseur Christoph Hagel hat in Berlin bereits viele ungewöhnliche Events realisiert. Legendär sind seine Inszenierungen an ungewöhnlichen Orten: „Don Giovanni“, „Zirkus um Zauberflöte“, „Apollo und Hyazinth“ und die „Die Zauberflöte in der U-Bahn“ sind nur einige Beispiele. Seine letzte Arbeit war in diesem Winter „Cosi Fan Tutte“.
Marco Moo zählt zur Avantgarde im Segment Live-Visuals und wird die Produktion „Red Bull Flying Bach“ mit seiner atemberaubenden Videokunst bereichern.
Red Bull Flying Bach
13. April bis 01. Mai 2010 jeweils 20:30 Uhr
Neue Nationalgalerie, Potsdamer Straße 50, 10785 Berlin
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