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Am 20. März feierte Red Bull Art of Motion Premiere in London. Sascha "Cionn" Hauser, Urgestein der deutschsprachigen Freerunning-Szene, zieht euphorisch Bilanz und bloggt über die Verletzung von Andrej Lisal und den gelungenen Run von Pamela Obiana.


Sonntag, 20. März: Eventtag - the Day of Blast

Good Morning sunny London!

Es schien ein sehr vielversprechender Eventag zu werden bei diesem schönen Wetter und angenehmen 12 Grad! Leider Gottes und wie befürchtet hatte N-D nach dem Aufstehen Schmerzen, so dass er sichtlich hinken musste, um den angeknacksten Zeh nicht zu belasten. Der traurige Effekt: N-D fällt aus! Unsere ganze österreichische Repräsentation liegt nun in der Hand unserer lieben und hübschen Fema "power-wower" Freerunnerin PAMELA!

Tagsüber probten manche Athleten noch am Cours, andere chillten und meditierten und wieder andere ließen sich von den zwei superguten Physiotherapeuten durchmassieren, um entspannt dem Abend entgegenzutreten!

Ab 16 Uhr füllte sich der Vorplatz des Theaters mit Menschenmassen und selbst auf der Brücke gegenüber, die über die Themse führt, drängten sich unzählige Fans nach vorne, um zu sehen, was da abgeht. Letztendlich schätzte der Veranstalter die Zuschauerzahl auf bis zu 6.000 Leute. Der Anblick von meiner Position aus (direkt auf der Dachterrasse des Theaters) war einfach unglaublich!

Um 18 Uhr eröffnete Travis Wong den Event und die Stimmung kochte lautstark über! Und schon ging es los mit dem ersten Läufer! Jeder Athlet bewegte sich auf einem Wahnsinns-Level und mit viel Individualität den Kurs hinunter – und das zu einem selbst ausgesuchten Musiktrack! Wunderschön, das war Individualität, Sickness und Kreativität in Bewegung gepaart mit den verschiedensten Sounds. Gänsehautfeeling kam dabei auf!

Nicht selten hörte man ein stadionähnliches "woooooooooooooooooooooow" des Publikums, da es bei jedem Athleten einen oder mehrere Momente gab, wo etwas wirklich extremst gezogen wurde. Wie beispielsweise bei dem aus Russland stammenden Erik M., der einen Gainer (Rückwärtssalto nach vorne gesprungen) über das 3 Meter Gape zog. Nebenbei erwähnt: Es ging bei diesem Sprung 5 Meter tief hinunter auf Beton… Er gewann damit die "Sickest Moves Trophähe"! Es waren noch nie so viele „High Skill“-Athleten mit so viel unterschiedlichen Styles bei einem Contest vereint.

Unsere Pamela hat eine wahnsinnig gute Show geboten und beendete ihren Lauf mit einem sexy Beinumschlag samt Lolitablick, was dem Publikum sichtlich gefiel! Leider schaffte sie es neben diesen guten Athleten knapp nicht ins Finale!

Luci "Steel" Romberg hingegen schaffte genau das als einzige Dame (eine von drei) mit einem – selbst für Jungs – wahnsinnig hohen Level und gewann so die "Best Feme-Athlet Trophähe"! Wir alle sind jedoch auch sehr stolz auf unsere Pamela: gut gemacht Mädchen, tiefe Verbeugung von mir!

Die Aftershowparty gab es in einem echt genialen Club beim Piccadilly Circus in der Londoner City, wo alle lautstark und feuchtfröhlich miteinander abfeierten!

Alles in allem war es der beste Art of Motion-Event bislang mit dem am besten konstruierten Setup/Course und den definitive besten Athleten ever!

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Samstag, 19. März: Day of Training

Wir genossen alle ein leckeres "english breakfast" in der Hotellounge, von wo es gleich anschließend zum endgültig fertiggestellten Setup (10 Gehminuten) ging! Das Setup sieht nun noch besser aus als am Tag zuvor und alle Athleten waren sichtlich begeistert vom perfekt angepassten Verbau in den Etagen der Balkone des Theaters!

Ich selber meine auch, dass es das bislang beste Setup ist, das extrem viele Möglichkeiten bietet, um seine Kreativität in der Bewegung auszuleben – speziell im unteren Teil, der mit etlichen Stangen im perfekten Abstand verbaut wurde.

15 Meter Höhendifferenz hieß es mit einige Sprüngen über Gapes, Boxen und Stangen zu überwinden! Als der Kurs nach einem ausführlichen Briefing dann freigegeben wurde, nutzten alle Athleten die Chance, ihre Läufe zu planen und sie gingen auch dementsprechend ab… Es war einfach nur "woooooooooooow, was die Athleten machten und welche Moves sie schon im Training zogen – zum Beispiel N-D mit einem verzögerten Penalti Sideflip (Foto oben) über ein weites und recht hohes Gape.

Am Nachmittags gab es dann noch ein Briefing und im Anschluss eine Probe für jeden einzelnen Run, wo jeder Athlet seinen Lauf alleine am Kurs austesten konnte!

Kurz davor kam allerdings N-D zu mir und sagte, dass er sich den großen Zeh angeschlagen hat! Der Zeh sah leider deutlich blau und geschwollen aus. Wir mussten den morgigen Tag abwarten und schauen, ob sich die Schwellung samt dazugehörigem Schmerz zurückzieht. Unsere Hoffnung: Fleißiges Eincremen und Tapen der großen Zehe soll Besserung bringen!


Art of Motion London - Blog Teil 1
Red Bull Art of Motion in London

 


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