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Vor dem Mannschaftsspringen auf der Normalschanze bloggt Andreas Goldberger über das erste WM-Gold in Oslo von Thomas Morgenstern und warum er glaubt, dass sich der Kärntner noch drei weitere Gold-Medaillen holen könnte.

Thomas Morgenstern war gestern in beiden Durchgängen der überlegene Springer – er ist Bestweite gesprungen und hat stilistisch einwandfreie Sprünge gezeigt. Es waren ganz seine Verhältnisse – wenig Wind und wenig Anlauf – und die hat er optimal genutzt. Im ersten Durchgang hat er dazu einen super Telemark gesetzt, im zweiten dann mehr eine Sicherheitslandung – man kann es ihm aber nicht verübeln, immerhin ist er dabei auf 107 Meter gesegelt.

Dass das Springen gestern kein Zufallsergebnis war, erkennt man nicht nur am Sieg von Thomas – der Weltcup-Sieger ist Weltmeister, die drei hinter ihm platzierten nehmen genau die gleichen Ränge im Gesamtweltcup ein.

Im Springen gestern hat sich das österreichische Team für das heutige Mannschaftsspringen selbst aufgestellt – und klar, dass die Österreicher heute der absolute Top-Favorit sind und sich eigentlich Gold holen müssen.

Das wäre das zweite Gold für Thomas – und so locker wie er danach sein müsste, traue ich ihm noch zwei weitere Goldene auf der Großschanze zu. Er könnte sich damit zum absoluten Skisprung-König von Oslo krönen.

Die weiteren Nationen, die sich die Medaillen in den Mannschafts-Springen wohl unter einander ausmachen werden, sind Norwegen, Deutschland und Polen. Adam Malaysz war ja gestern als zweiter Bullen-Adler auf dem Podest, und er könnte heute das polnische Team zu einer Medaille führen.

Gregor Schlierenzauer
war gestern nach dem nicht so optimalen ersten Sprung zu verbissen und hat es im zweiten Durchgang dann mit der Brechstange versucht – was in die Hosen ging. Erzwingen kann er nichts. Ich hoffe er hat daraus gelernt, denn Gregor ist in einer super Form und kann hier noch tolle Ergebnisse abliefern.

Freut euch auf das Mannschaftsspringen heute – die Stimmung hier in Oslo ist super!

Bis bald,
Euer Andi


www.oslo2011.no
www.andreasgoldberger.at
 

 


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