Adam Malysz, Polens bekanntester Schnauzbartträger, feiert am Samstag bei Adam’s Bull’s Eye seinen Abschied vom Skisprung-Zirkus. Wir trafen ihn vor seinem allerletzten Springen in Zakopane zum Interview und sprachen mit ihm über seine Rallye-Pläne und den Kampfsport Skispringen.
Du bist schon lange beim Skifliegen dabei - was war die größte Veränderung des Sports in den letzten Jahren?Die Qualität der Skispringer hat sich verbessert, das Springen hat sich von einer Art „Kampfsportart“ zu einem professionellen System hin entwickelt. Dadurch ist mehr Sicherheit entstanden für die Athleten, dagegen kann man sich aber überhaupt keine Fehler mehr leisten, denn dann ist man nicht mehr vorne dabei. Das Material hat sich auch sehr geändert, Ski, Sprunganzüge, Bindung wurden weiterentwickelt, was auch zur Sicherheit wesentlich beigetragen hat. Die Windregel wurde auch eingeführt, dadurch minimiert sich das Glück oder Pech bei den Bewerben.
Höher, schneller, weiter: was glaubst Du, wie viele Meter ein Skispringer/ Flieger im Jahre 2020 schafft?Wenn nicht höhere Blockaden (FIS und Verbandsregeln) es verhindern würden, wäre ohne weiteres ein Flug über 300 m möglich. Allerdings nicht in einem Wettbewerb, sondern nur von ausgewählten, sehr guten Athleten.
Es gibt Gerüchte, Du willst nach Deiner Skiflug Karriere Ralley fahren...? Benzin im Blut statt Schanze? Ja, ich habe ein Angebot über die Teilnahme an der Ralley Dakar. Ich werde mich demnächst entscheiden.
Was macht Adam Malysz nach der Abschiedsparty? Urlaube etc.Vorerst einmal Abstand gewinnen und Urlaub machen. Dann werde ich aber sofort mit der Planung meiner neuen Karriere beginnen. Kommentatortätigkeit beim Fernsehen, Management von Nachwuchssportlern usw.
Ein Satz an Deine Fans:
Ein riesengroßes Dankeschön an alle meine Fans, für die unglaubliche Unterstützung durch die ganzen Jahre.
ServusTV zeigt am 26. 3. von 17:00 bis 18:25 Uhr das letzte Springen von Adam Malysz in Zakopane.
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