Red Bulletin Magazine

3 Favoriten bei der Wahl zum Sportler des Jahres 2012

Sporthilfe (c) Lukas Gansterer


Beate Schrott, Bernd Wiesberger und Alexander Gehbauer sind drei heimische Sportler, die zweierlei gemeinsam haben: eine sensationelle Saison 2012 – und eine vielversprechende sportliche Zukunft. Das Red Bulletin präsentiert die drei Finalisten in der Kategorie „Aufsteiger“ bei der Wahl der diesjährigen Sportler des Jahres.


Am 31. Oktober 2012 wird bei der Gala „Nacht des Sports“ Österreichs Aufsteiger des Jahres gekürt. Ab sofort können Sportfans auf www.sporthilfe.at für die drei Kandidaten voten und, mit etwas Glück, zwei VIP-Tickets für die „Nacht des Sports“ gewinnen. Hier die Aufsteiger im Kurzporträt:


Bernd Wiesberger


Der 29. April 2012 warf Bernd Wiesbergers Zukunftspläne über den Haufen. Als Nummer 120 der Golfweltrangliste war der 26-Jährige zu den mit 2,205 Millionen Euro dotierten Ballantine’s Open nach Südkorea gereist, spielte dort nach einer unauffälligen Par-Runde zum Auftakt plötzlich „die wohl drei besten Runden meines Lebens“ und krönte sich in Folge mit fünf Schlägen Vorsprung zum jüngsten Korea-Sieger der Geschichte. „Der Durchbruchsieg meiner Karriere“, erinnert sich Wiesberger. Ende Juli setzt der Burgenländer mit dem Gewinn der Lyoness Open in Atzenbrugg nahe Tulln noch eines drauf – und schreibt Sportgeschichte: Als erster Österreicher gewinnt er zwei European-Tour-Titel in einem Jahr und erreicht mit dem Weltranglistenplatz 78 die bis dato beste Platzierung aus heimischer Sicht. „Golf ist ein höchst mentaler Sport, den man nie ganz verstehen kann“, beschreibt Wiesberger. Er drosch bereits im Alter von sieben Jahren in Bad Tatzmannsdorf („Mein Vater spielte dort“) auf die Golfbälle ein, wurde mit 12 Schülerstaatsmeister und mit 21 Profi: „Trotz harter Arbeit kann man schlecht spielen, und irgendwann macht es klick, und alles geht von allein.“

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Alexander Gehbauer


Nach den Olympischen Spielen in London ging der Stress für den Kärntner Alexander Gehbauer erst richtig los. Aber so ist es nun mal: Wenn ein 22-jähriger Cross-Country-Moutainbiker bei den Spielen auf die 49 besten Fahrer der Welt trifft und hervorragender Neunter wird, ist es logisch, dass sich Journalisten und Sponsoren für diesen jungen Sportler interessieren. Bei dem Mann handelt es sich um Österreichs größte Hoffnung in der Disziplin Cross Country: Neben der Top- Ten-Platzierung in London führt er derzeit auch im U23-Gesamtweltcup: „Klar ist mein Selbstvertrauen seit London größer, aber ich traue mir seit langem gute Ergebnisse bei den Herren zu – das motiviert mich. Wenn ich nur Chancen auf die Top Twenty hätte, würde ich mir das nicht antun.“ Damit meint der Heeresleistungssportler nicht nur sein tägliches sechsstündiges Trainingsprogramm („Ich trainiere viel auf der Straße – in gleichmäßigem Tempo, nur so tankt man optimal Kondition“), sondern auch viel Einsamkeit: „Höhentraining ist die Basis für den Erfolg. Zuletzt war ich sechs Wochen in Livigno auf Trainingslager, allein.“ Sein Ziel: ein rascher Anschluss an die Weltspitze. Für Experten ist dieser schon vollzogen.

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Beate Schrott


Sie paukt während der Wettkämpfe im Hotelzimmer fürs Medizinstudium, erreichte bei den Olympischen Spielen in London sensationell das Finale über 100 Meter Hürden und hat kein Problem damit, keine Freizeit zu haben: Beate Schrott sorgte für die wohl größte Leichtathletik-Überraschung der abgelaufenen Saison. „Seit acht Jahren verfolge ich mit meinem Trainer dasselbe Konzept. Mir war klar, dass es früher oder später aufgehen würde.“ Ein Konzept, das den Fokus auf die Technik legt: „Im Speed sind weiße Sprinter den farbigen unterlegen. Mit sehr guter Hürdentechnik kann man aber Zeit gutmachen. Da setze ich an.“ Schrotts Leistungsexplosion – von 13,35 Sekunden im Jahr 2010 auf 12,82 im Jahr 2012 – verblüffte bereits vor London: Im März kommt sie bei der Hallen-WM in Istanbul ins Finale, im Juni schrammt sie bei der Leichtathletik-EM in Helsinki nur um eine Hundertstelsekunde an einer Medaille vorbei. Nebenbei läuft sie über 60 und 100 Meter Hürden zwei österreichische Rekorde. Abseits der Laufbahn treibt Schrott ihr Medizinstudium erfolgreich voran. Mit 24 Jahren fehlt ihr nur mehr ein Jahr zum Abschluss. Schrott: „Nach der Karriere will ich als Ärztin anderen Sportlern helfen. Mittlerweile kenne ich mich ja etwas aus.“ 

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Fotos: (c) getty images, ddpimages, gepa images


www.sporthilfe.at
 


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