Red Bull Dolomitenmann 2009 (c) Andreas Panzenberger/Red Bull Photofiles

Vor über 35.000 Zusehern gewann Titelverteidiger Team Kolland Topsport am 12. September den 22. Red Bull Dolomitenmann in Lienz vor Robotunits und Rossignol/Gigasport/Austrialpin. Team Red Bull erreichte Rang sechs, Andi Goldbergers Wings for Life-Team landete auf Platz 14.

Bei Kaiserwetter ging am 12. September in Lienz der 22. Red Bull Dolomitenmann mit einem klaren Sieg des Titelverteidigers Team Kolland Topsport zu Ende. Das steirische Team gewann vor Robotunits und Rossignol/Gigasport/Austrialpin. Andi Goldberger stellte einen persönlichen Berglauf-Rekord auf und kam mit seinem Wings for Life-Team auf Platz 14. Das Zuschauerinteresse war enorm: Bei der spektakulären Übergabe der Paragleiter an die Wildwasser-Kanuten waren mehr als 3.000 Zuseher vor Ort, insgesamt freute sich Organisator Werner Grissmann über mehr als 35.000 begeisterte Zuseher.

111 Teams kämpften sich über Stock und Stein im Berglauf, flogen mit den Paragleitschirmen durch die Lienzer Lüfte, paddelten sich durch Wildwasser und quälten sich up- und downhill mit dem Mountainbike: Belohnt wurden die Men-Only-Teams durch zahllose Zuschauer bei allen vier Disziplinen – sowohl beim Goggsteig als auch bei der Moosalm, in Leisach, bei der Kajak-Übergabe und beim Zieleinlauf auf dem Lienzer Hauptplatz tummelten sich tausende begeisterte Zuseher, die die Athleten auf ihren enorm anstrengenden und teilweise qualvollen Wegen mit tosendem Beifall und Anfeuerungsrufen unterstützten.

Wyatt als Erster am Berg
Knapp, aber doch konnte der vielfache Berglauf-Weltmeister und Titelverteidiger Jonathan Wyatt den Berglauf für sich entscheiden: Nach zwölf extrem harten Kilometern über eine der schwierigsten Berglaufstrecken der Welt, über Stock und Stein, Fels- und Holzstufen, Waldwege, steile Berghänge und Schotterhalden über 1.950 Höhenmeter über den Goggsteig, Klammbrückl, das Hallebachtal bis zum Kühbodentörl in 2.441 Meter Seehöhe war Jonathan Wyatt aus Neuseeland, der für das steirische Kolland Topsport Team startete, lediglich drei Sekunden vor seinem großen Rivalen, dem vielfachen Berglauf-Weltmeister aus Italien, Marco de Gasperi. Der Tiroler Markus Kröll war nicht topfit angetreten, hatte am Ende hart zu kämpfen und kam als Siebenter ins Ziel. Skisprung-Legende Andi Goldberger verbesserte seine persönliche Bestzeit um vier Minuten, lief die Distanz in knapp einer Stunde und 49 Minuten.

Aufholjagd von Ortner
Paragleiter Christian Amon vom Team Kolland Topsport konnte bereits ab der Zwischenlandung auf der Moosalm auf 1.000 Höhenmeter, bei dem die Athleten ihre zig Quadratmeter an Schirm schultern und rund einen Kilometer und 200 Höhenmeter bis zum zweiten Start hinaufschleppen müssen, die Führung zurückerobern, die das Team Kolland Topsport bis ins Ziel nicht mehr aus der Hand gab. Lokalmatador und Dolomiten-Marathonmann Wendelin Ortner (22. Start beim 22. Red Bull Dolomitenmann) startete eine sehenswerte Aufholjagd, überholte in der Luft vor der prächtigen Kulisse der Lienzer Dolomiten Paragleiter um Paragleiter und übergab als Vierter der Profiwertung an den Kärntner Harald Hudetz.

Hudetz im Wasser eine Klasse für sich
Harald Hudetz holte wie im letzten Jahr den Disziplinen-Sieg im Wildwasser-Kajak, machte für das Red Bull-Team viel Zeit gut. Herwig Natmessnig vom Team Kolland Topsport baute im Wildwasser-Kajak nach dem Sieben-Meter-Startsprung, den Eskimorollen, der Tragepassage, der tückischen Walzendurchquerung und dem Wildwasser, das mit extremen Aufwärtszonen und schwierigen Wenden seinem Namen alle Ehre machte, die Führung nach fünf Kilometer beinhartem Kampf weiter aus. Schwer zu kämpfen hatte die deutsche Kajak-Legende Arndt Schäftlein, der im Team Walek and Friends gestartet ist. Erschöpft, aber sichtlich glücklich, ließ er die vielen Zuschauer wissen: „Der Red Bull Dolomitenmann ist das Geilste, das ich je erlebt hab."

Souveräner Lakata
Mountainbike-Vizeweltmeister Alban Lakata vom Team Kolland Topsport ließ am Ende seiner Konkurrenz keine Chance, gewann nicht nur die Disziplinenwertung (1:28:29,1), sondern sicherte auch für sein Team den Sieg beim 22. Red Bull Dolomitenmann 2009 in einer Gesamtzeit von 3:54:46,1. Roland Stauder, mit sieben Siegen der bislang erfolgreichste Athlet in der 22-jährigen Geschichte des Red Bull Dolomitenmann, startete heuer zum letzten Mal. In einer Zeit von 1:35:06,9 holte er für das Red Bull-Team am Ende Platz sechs.
 


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